In Japan haben Tätowierungen eine lange Tradition. Tätowierungen werden in Japan Irezumi genannt. Im Laufe der Zeit wurden Tätowierungen vor allem im Mafia-Milieu der Yakuza genutzt, um den Rang und die Stellung der Yakuza-Mitglieder mit diesem geheimen Code kenntlich zu machen. Besonders sehr großflächige Tattoos, in unseren Breiten Body Tattoo genannt, wurden in Japan angefertigt. Bis heute wird in öffentlichen Bädern Japans Menschen mit einem großflächigen Body Tatoo der Eintritt verwehrt, da diese als kriminelle gelten. Tattoobilder, die für ein Body Tatto verwendet werden, können ganze Geschichten erzählen. In der kriminellen Unterwelt, kann man durch ein Body Tattoo den gesamten Lebenslauf des Menschen erfahren, der es trägt. Auch bei uns sagen Tattoobilder etwas über den Rang eines Kriminellen aus.

Zur Zeit wird eine Datenbank mit der Bedeutung der verschiedenen Tattoobilder in unterschiedlichen kriminellen Kulturkreisen angefertigt. Tattoo Bilder aus Köln und den Gefängnissen der Stadt wurden für diese Datenbank ebenso ausgewertet, wie Tattoobilder aus Japan, Südamerika und Russland. Die Tattoo Bilder aus Köln zeigten etwa ein Body Tattoo eines russischen Mafiamitglieds, das durch die Darstellung der Anzahl von Kirchenkuppeln Aufschluss über die Jahre im Gefängnis gab. Die Tattoo Bilder aus Köln zeigten aber auch Tattoobilder, die es noch zu entschlüsseln gilt.
